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Cabriohersteller Karmann muss schließen

23. Juni 2009   | Abgelegt unter Cabrios



Karmann muss jetzt Insolvenz anmelden. Der Auto- und Karosseriebauer ist vor allem für seine Cabrios bekannt gewesen. Anfang der Woche lief das letzte Modell vom Band.

Das letzte Fahrzeug auf dem Produktionsband war ein schwarzer Mercedes CLK-Cabriolet. Zum Mittag hat das Traditionsunternehmen dann die Produktion angehalten und den Geschäftsbetrieb beendet. Einige Firmenteile bleiben jedoch erhalten, wie zum Beispiel die Fertigung von Cabriodächern. Darauf will sich Karmann in Zukunft noch mehr spezialisieren. Ebenso sollen die Fahrzeugentwicklung und der Werkzeugbau erhalten bleiben. Das Unternehmen besteht seit 1949 und hat bisher insgesamt 3,3 Millionen Fahrzeuge gefertigt, im Auftrag von deutschen Autoherstellern wie Mercedes. Mit diesem Unternehmen hat Karmann langfristig zusammengearbeitet, denn seit 1997 hat Karmann den CLK 225.000 Mal herstellen können.

Im April musste das Unternehmen Insolvenz anmelden. Derzeit sind noch annähernd 2000 Mitarbeiter beschäftigt. Davon müssen allerdings einige das Traditionsunternehmen verlassen. Der Autobauer hat massiv unter der aktuellen Krise leiden müssen, ähnlich wie der Rest der Autobranche. Schon im Herbst war eine sehr schwache Auftragslage zu merken. Hier hat sich Karmann schon dazu entschlossen, möglicherweise aus dem Fahrzeugbau zurückzutreten. Die besten Jahre für das Unternehmen waren in der Nachkriegszeit, als Karmann mit dem Klarmann Ghia und mit der Produktion des VW-Käfer Cabrio berühmt wurde. Osnabrück ist jedoch nicht das einzige Werk, was von Karmann geschlossen werden musste. Im Werk in Rheine hatte bereits Ende Februar das letzte Modell die Fahrzeughalle verlassen. Der Insolvenzverwalter und der Betriebsrat haben jetzt einen Sozialplan entwickelt, um nicht alle Mitarbeiter entlassen zu müssen. Statt der angekündigten 513 Entlassungen werden jetzt noch 300 Stellen abgebaut.



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