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Verwirrspiel um Biosprit

19. Februar 2008   | Abgelegt unter ADAC, Aktuelles, E10 Biosprit



Die Bundesregierung hält an den Plänen fest, ab 2009 Normal- und Superbenzin den umweltschonenden pflanzlichen Biosprit E 10 beizumischen. Für Autofahrer soll die Umstellung keine Probleme bereiten, sagte das Bundesumweltministerium und beruft sich auf den Verband der Autombilindustrie VDA.

Bisher ging der VDA davon aus, dass nur ca. 370.000 Autos älteren Baujahrs von Problemen betroffen seien.Doch das kann gar nicht seien, meldet der ADAC zusammen mit Autoherstellern wie Opel oder VW. Denn diese sagen, dass viele Modelle vor 2006 den E10 Kraftstoff nicht vertragen.

Ethanol ist deutlich agressiver als Benzin und könne somit zu Schäden an Motor und Kraftstoffsystemen führen. Der ADAC warnt, dass Autofahrer ohne Freigabe des Herstellers keinen E10 Sprit tanken sollten.

Super Plus mit 5 % Ethanol

Das teure Super plus – was ca. 15 Cent mehr kostet – wird weiterhin auch nur 5 Prozent Ethanol enthalten und somit als Alternative für ältere Autos zur Verfügung stehen. Dies bedeute widerum mehr Steuereinnahmen.

ADAC fordert Hersteller

Nun seien zunächst die Hersteller gefordert mit Aussagen, welche Automodelle den Biosprit vertragen und welche nicht. Zudem solle beim Schaden die Beweislast beim Hersteller und nicht beim Autofahrer liegen.

Problem ist aber, dass die wenigsten Autohersteller mangels Langzeitstudien keine Datenbasis haben.



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