Stoppt Tempo 130
31. Oktober 2007 | Abgelegt unter Aktuelles

Die Regierungspläne ein generelles Tempolimit von 130 km/h einzuführen stößt nicht nur auf Befürworter. Die Initiative “Stoppt Tempo 130” ist wie der Großteil dieses Landes dagegen. Diese 10 Gründe hat die Initiative, für Details bitte auf diese Seite gehen.
- Das Tempo-Limit ist reine Symbolik und (fast) CO2-neutral
- Das Durchschnittstempo auf den Autobahnen liegt ohnehin bereits deutlich unter 120 Km/h
- CO2 kann im innerörtlichen Straßenverkehr schnell & einfach eingespart werden
- Wir haben ohnehin bereits auf rund der Hälfte aller Autobahnen Tempo-Limit
- Erwiesenermaßen passieren mehr Unfälle dort, wo zu viele Verkehrsschilder und Einschränkungen herrschen
- Landstraßen sind sicherheitstechnisch ein Problem – nicht die Autobahnen
- Wenn Geschwindigkeit das Problem wäre, müssten wir alle nur noch 30 Km/h fahren
- Deutschlands Autobahnen zählen zu den sichersten Straßen weltweit
- Deutschland = Autofahrerland – ein wichtiger Arbeitsmarkt würde zerstört werden
- “Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.”
Alle Punkte belegt die Initiative mit Links zu namhaften Institituionen wie dem ADAC oder dem Umweltbundesamt.
Meine Meinung:
Hier in Bayern sind die meisten Autobahnen schon 120 begrenzt, zumindest tagsüber. Und es ist sowieso soviel los auf den Strassen, dass man selten schneller fahren kann.
Generell muss man die Befürworter und Gegner trennen: Gegt es jetzt um die Sicherheit auf deutschen Strassen (die meisten Unfälle mpassieren auf Landstraßen – und da herrscht sowieso 100) oder um die Umwelt? Bei letzterem müssen sparsamere Autos gebaut werden und wir unsere Fahrweise ändern.
Mir tuts nicht weh, wenn wir nur noch 120 fahren dürfen. Fraglich ist, was das für Konsequenzen hat für unsere Automobilindustrie. Da muss ich dann ganz schnell meine Porsche-Aktien verkaufen….
Hier dann noch ein paar andere Stimmen aus der Blogosphäre:
Ich denke das ganze wird zu emotional diskutiert. Ich bin auch kein Experte- aber irgendwie glauben wir ja alle das wir das wären
Zu den einzelnen Punkten ein paar Anmerkungen:
1. CO 2: Jedes Prozent zählt.
2. Mit Durchschnittstempo sind aber dann die erneute Beschleugigung verbunden (von 60 auf 200 statt nur auf 120-130)
3. Stimmt. Aber das ist vielleicht auch eine andere Diskussion?
4. gerade das ist ein Problem… es ist eben kein gleichmäßiges Tempo
5. Wo ein generelles Tempolimit ist muss man auch keine 130 extra hinschreiben.
6. Stimmt absolut. Autobahn sind eben viel breiter gebaut.
7. Naja das Problem ist das Auto als solches. D.h. besser als langsam fahren ist Zug fahren.
8. Stimmt auch.
9. Das glaube ich nun überhaupt nicht. Das gehört ins Märchenland. Hört man oft kann ich aber nicht nachvollziehen. Die Amerikaner wissen noch noch mal wo Deutschland ist – geschweige denn obs bei uns ein Tempolimit gibt.
10. Ich selbst wäre dafür das man ein europaweites Tempolimit auf Autobahnen hat. So das jeder weiss das er überall mit einer bestimmten Geschwindigkeit legal unterwegs ist. Ich denke europaweit betrachtet bringt das am meisten.
Man könnte ja auch umghekehrt argumentieren: Wieviel CO2-Ausstoß mehr hätten wir in Europa wenn es nirgends ein Tempolimit gäbe?
Ganz richtig!Wie sagte schon Benjamin Franklin: “Wer die Freiheit aufgibt, um mehr Sicherheit zu gewinnen, verliert beides”!
Ich bin prinzipiell dagegen, alles staatlich zu regeln. Unsere Gesetzbücher sind voll von unsinnigen Bestimmungen (vom Bienenscharmgesetz will ich gar nicht anfangen
). Ein Tempolimit ist aber nicht nur unsinnig, sondern verschwendet auch Zeit, im Bundestag vielleicht wichtigere Themen anzuschneiden. Und solche “unwichtigen” Entscheidungen wie die Vorratsdatenspeicherung werden dann mal eben an einem Freitag vormittag durchgesprochen, damit alle pünktlich zum Mittag gehen können (um zwei Uhr war der Saal dann fast leer, obwohl die Sitzung bis spät nachmittags ging)…
Hier sollten einige Mitbürger (genau genommen alle mit dem Titel MdB) nochmal ein wenig in sich gehen und überlegen, ob ein Tempolimit wirklich von solcher Bedeutung ist, dass man so ein Gesetz durchdrückt, auch wenn die Mehrheit des Volkes (so mein Empfinden) dagegen zu sein scheint.
Gruß, Mark
Ich bin ja beruflich viel im Europäischen Ausland unterwegs. Überall um uns herum gibt es Tempolimits, und der Verkehr läuft meistens (Staus gibts überall) wesentlich flüssiger. Das grosse Problem sind die Tempounterschiede. Fährt der eine 120 und überholt gerade einen (oder mehrere) Lkw, muss derjenige, der mit 200 ankommt abbremsen. Der nächste bremst ebenso usw.
Alle beschleunigen anschliessend aber auch wieder, was Spritverbrauch und somit CO2 in die Höhe treibt.
Und mal ehrlich, wo kann man denn wirklich noch frei fahren? Wo keine Geschwindigkeitsbegrenzungen sind ist meistens doch sowieso zuviel Verkehr, um seinen Boliden mal auszufahren. Anstatt immer stärkere und schnellere Autos (die natürlich ihren Reiz haben) zu bauen sollten sich die Autobauer lieber verstärkt alternativen Energien zuwenden, denn darin liegt die Zukunft.
Irgendwann ist das Öl alle, und was dann?
@Uwe: Ich habe auch den Eindruck, dass der Verkehr flüssiger läuft im Ausland. Da ist es viel stressfreier – doch das wirst du wohl am besten wissen. Danke für deine Eindrücke!