ADAC Fahrsicherheitstraining – meine Erfahrungen
Letzte Woche war ich in Augsburg und habe endlich mein geschenktes Fahrsicherheitstraining beim ADAC gemacht. Es hat richtig Spaß gemacht. Dauerte von morgens 9 Uhr bis abends um 17 Uhr. Teilgenommen haben ca. 10 Leutchen mit verschiedenen Autos. Ich war mit meinem “großen” VW Multivan dabei, ansonsten BMW, VW, Mercedes und ein paar Japaner.
Theorie
Nach einer Vorstellungsrunde ging es ins “Eingemachte”: Sicherheit, Technik, Kurvenverhalten und Extremsituationen. Das kann natürlich keine Fahrschule ersetzen, ist aber zum Auffrischen sicherlich nützlich, als Ergänzung sowieso. Leider alles in allem etwas kurz.
Dabei hat Dorothee (Ja, eine Frau!), unsere Trainingsleiterin, sich aber bewußt kurz gehalten, denn die Praxis sollte im Vordergrund stehen.

Übungen
Dorothee fährt mit ihrem (gesponsertem) Honda Civic vor, wir fahren nach. Meistens zumindest. Es fängt an mit einfachem Slalomfahren – man soll testen, wie schnell man maximal fahren kann und wann das ABS eingreift. Das alles bergrunter und auf rutschigem und nassem Untergrund – gar nicht so einfach am Schluß die letzten Kegel nicht umzufahren.
Nächste Übung waren dann Bergabfahrten mit Bremswegabschätzung und Kreisfahren mit Maximalgeschwindigkeit.

Das erste Highlight vor der Mittagspause war dann die simulierte Vollbremsung. Wann macht man eine “wirkliche” Vollbremsung. In dieser Nacht hatte es geschneit und auf meinem Bullidach lagen ca 5 cm Schnee. Bei den ersten Bremsversuchen lag es noch auf dem Dach. Nach der ersten Vollbremsung sah ich nur noch Schnee – kostet sonst 40 EUR laut Dorothee. Gut, dass wir immer per Walkie-Talkie mit ihr verbunden waren.
Nach der Mittagpause kam dann der absolute Höhepunkte: Schleuderplatte! Man fährt mit 35 bis 40 km/h (“Da macht es am meisten Spaß!”, meinte Dorothee.) durch eine Lichtschrank auf eine Platte. Diese bewegt sich dann und zieht dir das Heck weg.
Ich war der Erste – Uiah. Gleich mal um die eigene Achse gedrecht. Die nächste Male tat ich etwas langsamer um den T4 nicht auf die Seite zu legen. Nach 3 oder 4 Versuchen gelang es mir tatsächlich den Wagen abzufangen. Er machte einen kurzen Schlenker und blieb dann in der Spur. Kupplung drücken und hart und schnell gegenlenken. Wenn man das nicht macht, kommt man eben ins Schleudern. Sehr geile Übung.
Dann gab es noch diverse “Wasserfontänen-Übungen”. Vor einem tauchen Wasserfontänen auf und man muss entscheiden, ob man ausweicht oder bremst. Das alles bergrunter und im Nassen. Macht auch Spaß.
Fotos
Fotos gibt es auch noch in der Fotogallerie. Hier vorab eine kleine Fotoreihe eines schleudernden Skoda Roomster. Dauerte weniger als eine Sekunde, da meine Canon 3,5 Fotos pro Sekunde aufnimmt.






Mein Fazit
Auf jeden Fall kann ich jedem ein ADAC Fahrsicherheitstraining empfehlen! Man lernt sein Auto besser kennen. Ich denke, dass sicherlich eine Menge Training dazu gehört, aber vielleicht wird man die nächsten echten Gefahrensituation meistern. Ich habe gemerkt, dass ein T4 ein schweres Auto ist, welches im Gegensatz zu anderen Fahrzeugen wirklich träge reagiert und natürlich auch nicht so handlich ist. Okay, das wusste ich vorher auch, aber ich weiß nun eher wo die Grenzen des Fahrzeuges sind. Dinge, die man hier lernt, lernt man niemals in einer Fahrschule.
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